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 London, Antiquitätengeschäft - Abbygaile & Jane (Quentin)

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Laura
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BeitragThema: London, Antiquitätengeschäft - Abbygaile & Jane (Quentin)   Mo Sep 04, 2017 8:44 pm

Quentin zog seine Taschenuhr aus der Westentasche als er aus der Droschke ausstieg. Es war kurz vor fünf Uhr nachmittags. Er würde also zumindest nicht zu spät kommen. Unter dem Arm trug er das Buch, das er mitgenommen hatte. Auch wenn es sich nicht als sonderlich nützlich erweisen sollte so war es doch gut es dabei zu haben.
Ein paar Augenblicke später betrat Quentin den kleinen, hübsch zugestellten Laden in dem Miss O’Sheehan ihren Dienst verrichtete. Neugierig sah Quentin sich um und zog mit ein wenig Verspätung seinen Hut vom Kopf.

Ein Etikettenbruch der wohl bestenfalls der etwas grimmig drein schauenden Statur zu Seiner rechten Auffallen würde. Auch Wenn sich der chinesische Affe beste mühe gab zu urteilen. Abbygale hörte das läuten des Glockenspiels und eilte an einer schweren uhr vorbei.”Überpünktlich…” murmelte sie vor sich hin.
“Schöhnen gute Mittag Mr. Finnigan. Setzen sie Sich”. Deutet sie auf einen der Sessel. “Also warum genau wollten sie mich sprechen?”

Quentin versuche es mit einem zaghaften Lächeln. Behutsam hängte er Hut und Mantel an einen Haken und legte das mitgebrachte Buch auf den Tisch. Eine zusammengefaltetes Stückpapier schaute daraus hervor. Es war ein dünnes, abgegriffenes Werk, das dringend einen neuen Einband hätte gebrauchen können.
Mit einem Nicken ließ Quentin sich in dem Sessel nieder. “Um ehrlich zu sein, habe ich Ihnen ein Angebot zu machen. Aber-” er sah kurz auf seine Schuhspitzen. “ich wüsste zunächst gerne, ob Sie noch sehr wütend auf mich sind.”

“Soweit ich das weiss haben sie nicht in letzter Zeit versucht meine Gedanken zu lesen. Das ist schonmal ein ausgezeichnete Anfang.” Abbygale ging jedoch noch einmal kurz weiter nach hinten wo sie Wasser aufgesetzt hatte für Tee, der auch schon fertig gewesen wäre wenn Mr. Finnigan erst um 5 angekommen wäre. Mit etwas mehr ruhe und dem Angebot einen Tee zu trinken setzte sie sich. Sie gab Quentin mit einer Geste zu verstehen er möge wider ansetzten. Während Sie sich etwas verstohlen mehrere löffel Honig in den Tee rührte.

Quentin gestattete sich zur Antwort ein weiteres kleines Lächeln, vielleicht auch nur dessen Anflug auf den ernsten Zügen. Dann griff er nach dem Tee, gab allerdings keinen Zucker hinzu, so dass er den Löffel liegen ließ.
“Das freut mich.” Er nahm einen kleinen Schluck Tee, stellte die Tasse dann wieder rasch auf den Tisch. “Der Grund für meinen Besuch hat mit diesem Buch zu tun. Die Geschichte der Rippers, haben Sie es schon gelesen? Sie hatten einige Bücher in der Hand wie ich weiß und dieses ist immerhin nicht sehr umfangreich.”

“Ja, das Eeste das ich gelesen habe waren ja nur wenige Stunden..” Sie beobachtete Quentin aufmerksam und wartete ab worauf er den hinaus wollte.

“Dann haben Sie auch gelesen, dass es eine mittlerweile aufgelöste Fraktion der Rippers gab; Rosenkreuzer.” Quentin runzelte die Stirn und trommelte mit den Fingern ein wenig ungeduldig auf dem hölzernen Knauf des Sessel. “Ich gebe zu, dass mich diese Rosenkreuzer interessieren und ich dachte mir, Ihnen dürfte das ganz ähnlich gehen. Sie haben doch gelesen als was man Sie bezeichnet hat.” Er nickte zu dem Buch hinüber das zwischen Ihnen lag. “Zauberer, Magier, Astrologen - seltsame Bezeichnungen die wohl eines ausdrücken sollen, Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Wie Sie und ich.” Abwartend sah er zu ihr auf.

“Ja, mit ausnahme der Astrologen… Soweit ich weiss sind das Sternenkundler.” Sie schaute leicht zweifeln ob ihr hierbei irgendeine intellektuelle Falle gestellt würde.

Quentin zuckte mit den Schultern. “Haben Sie verstanden, weshalb man diesen Männern und Frauen ausgeschlossen hat?”

“nicht wirklich muss ich gestehen... Die Forschungen die zu der entstehung dieser Organisation geführt haben schienen sich schon etwas früher von den Rosenkreuzern distanziert zu haben...”

Zur Antwort nickte Quentin. “Mir ging es genau so. Wenn ich ehrlich sein soll, scheint mir diese Verwendung von Körperteilen, Monstertrophäen im menschlichen Körper, die sich Ripper-Tech nennt auf den ersten Blick suspekter zu sein. Aber da mag ich mich täuschen. Mir gefällt allerdings der Gedanke nicht mein Herz gegen das eines Werwolfs auszutauschen.”

“Die einzige vernünftige Antwort die sich mir abbildet ist, dass noch etwas anderes vorgefallen sein muss.” Sie stoppte in der Bewegung zum Tee anzusetzen und führte stattdessen aus:
“Soweit ich das aus den Texten schließen kann haben Magie wie auch Technik ihre Risiken. Warum aber die Technik im Rahmen öffentlich weiter erlaubt ist bei der Geschichte - im Gegensatz zu Magie die scheinbar höflich weg ignoriert wird ist mir gelinde gesagt ein Rätsel.”

“Ich stimme Ihnen zu. Womit wir bei dem Grund meines Kommens sind. Sie und ich dürften in Zukunft einen schwierigen Stand haben, wenn andere Herausfinden sollten was wir tun können. Ich würde sagen, was wir sind. Aber weder Sie noch ich wissen das, oder? Aber diese Rosenkreuzer - die dürften es wissen. Was meinen Sie?”

“Ich hoffe doch, auch wenn ich fast fürchte dass es selbst von ihnen nicht jeder weiss.”

“Vermutlich. Ich für meinen Teile habe allerdings nicht vor herumzusitzen und abzuwarten bis mir jemand über den Weg läuft der mir verrät was ich bin. Es liegt mir nicht die Hände in den Schoß zu legen, fürchte ich. Egal was damals geschehen ist, es muss doch noch Rosenkreuzer geben - oder Bücher, Unterlagen - irgendetwas. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie einfach von der Erdoberfläche verschwunden sind.”

“Würde mich eher überraschen. Nun gut, ich bin so öffentlich wie man eben sein kann was meine magischen Fähigkeiten angeht. “ Sie seufzte kurz und stellte die Tasse beiseite. “Ich gebe die schuld meiner 3 tage einstellung. - Aber ich hätte derzeit nicht viele Ansatzpunkte. Nur die Mitglieder die schon länger zu den Rippers gehören...”
“Ich bezweifle, dass der Reverend uns helfen würde. Sie haben doch gelesen, wenn ich mich nicht täusche, dann war seine Fraktion wohl maßgeblich am Ausschluss der Rosenkreuzer beteiligt.” Quenton verschränkte die Hände in seinem Schoß. “Ich würde mich freuen, wenn wir in dieser Sache Verbündete wären. Wenn ich es richtig einschätze, wird niemand erpicht darauf sein über dieses Thema zu reden. Aber es muss doch jemand geben der mehr darüber weiß. Ich habe es ehrlich gesagt satt auf Antworten zu warten, also suche ich sie eben selbst.”

“Ich weiss nicht mal Zu wem der reverend und die anderen “älteren” Dieser Loge gehören-
Aber ja bei dem thema bin ich auch schon sehr stutzig geworden. Ich fände es aber immer noch durchaus interessant was diese zu dem Thema zu sagen haben…”

“Auch ich bin da auf Vermutungen angewiesen, aber es würde mich schon sehr wundern, wenn der Reverend nicht zu dem Orden des Heiligen St. George gehört. Ich habe vor mehr darüber herauszufinden und Ihre Unterstützung bei der Sache würde mich freuen und Ihr Stillschweigen.”

“Keine sorge ich bin keine Petze.” Sie lehnte sich überlegen zurück und nahm einen Schluck vom Tee. “Ich hatte sowieso vor den Reverend nach einigen Dingen zu fragen. Das Thema dieser Störungen der Rippers könnte ich dabei auch abhacken ...”

Einen Moment musterte Quentin sie, dann griff er nach dem Buch und zog das Stück Papier heraus und reichte es ihr. “Bevor ich es vergesse, die ägyptischen Zeichen die ich Ihrem Vorgesetzten beim letzten Mal gezeigt habe. Ich habe eine Abschrift angefertigt.”

“Ich kann nichts versprechen. Mein Chef ist in dem Bereich auch wesentlich besser informiert als ich aber mit etwas Glück findet er ja was oder kann zumindest weiter verweisen.” “Sie nahm das Blatt entgegen und stand auf um es am Tresen in einem Buch mit Rechnungen und Bestellungen herein zu legen mit einer Notiz.

“Dann wäre ich zumindest einmal einen Schritt weiter”, erwiderte Quentin mit einem trockenem Unterton und griff wieder zu seinem Tee.

“Wozu genau gehört das hier den?”

Ein leichtes Klirren verriet, dass Quentins Hand kurz gezittert hatte. “Es gehört meinem Bruder. Ich fand es in seinem Haus, versteckt, als ich mich dort genau umgesehen habe.””

Abby hob eine millisekunde die Augenbraue versuchte aber nicht allzu fragend zu wirken. “Ich nehme an sie haben sich bei ihrem Bruder nicht nur zum spass umgesehen und ihm solche Werke geklaut?”

“Seine Frau hatte nichts dagegen als ich diese Gegenstände an mich nahm. Das genügt wohl um nicht von Diebstahl zu sprechen. Und was meinen Bruder angeht, er ist seit drei Monaten verschwunden. Wir waren auf der Suche nach einer Spur. Einem Hinweis wohin er gegangen sein könnte und fanden einige Dinge.”

“Womit hat er sich den vor seinem verschwinden allgemein beschäftigt? Ich nehme an unter anderem das Stück das Sie uns hier kopiert haben.”

Quentin ließ den Blick durch den Raum wandern und vertiefte sich in einer Vase mit griechischen Darstellungen. “Er ist Offizier bei der amerikanischen Marine. Kapitän einer Mannschaft. Um ehrlich zu sein, gab es nie etwas derartiges bevor wir anfingen sein Verschwinden zu erforschen. Dieses Buch das ich Ihnen neulich zeigte, er hatte es unter einer losen Diele im Schlafzimmer versteckt. Gemeinsam mit einer Karte von London. Deswegen bin ich nach hier gekommen. Offenbar ist er ein Mitglieder der Ripper, aber was sein Verschwinden angeht … da ist man nicht viel klüger als in Amerika.”

“Mit wem hat er denn hier gearbeitet?”

“Mit niemandem, er war offenbar in den amerikanischen Logen aktiv. Seine Mannschaft könnte ein Zusammenschluss von Rippern gewesen sein - aber das ist eine Vermutung meinerseits.”

“Derzeit Wissen Sie also niemanden der mit ihm direkt zusammengearbeitet hat?”

“Genau”, Quentin wandte den Blick kurz zu Miss O’Sheehan und zuckte mit den Schultern. “Damit haben Sie mein Problem gut zusammengefasst. Er hat seine Dienstabzeichen zurückgelassen, dieses Buch, eine Karte von London und das war alles. Kein Abschiedswort an seine Frau, kein Brief - nichts! Er ging eines Morgens zur Arbeit und kam nicht zurück. Und niemand wollte wissen wohin er gegangen ist. Die Marine hat versucht die Angelegenheit klein zu halten. Und ich habe die Spur der Karte bis London verfolgt. Weiß der Himmel wo David steckt. Er hat diesen Teil seines Leben jedenfalls gekonnt geheim gehalten.” Quentins Stimme klang verbittert als er dies sagte.

“Er hat all das zurück gelassen ohne eine Erklärung?”Abbygale schaute prüfend rüber.
“Wusste seine Frau denn nichts über die Leute mit denen er als Ripper Kontakt gehabt haben musste?”

Quentin hatte eine tiefe Falte zwischen den Augenbrauen. Seine grauen Augen waren fest auf einen der außergewöhnlichen Gegenstände des Ladens gerichtet. “Nein, er hat ihr kein Wort gesagt. David verließ morgens das Haus als würde er zu den Marinequartieren gehen und als sie am Nachmittag aus der Schule kam, war er nicht dort. Und er kam weder am Abend noch am nächsten Morgen zurück.”

“Auch nicht in den Wochen, Monaten und Jahren davor nicht? Wirklich nie auch nur eine Vermutung? Ich denke es könnte durchaus vorkommen, dass man bei den Rippers eine Kampfverletzung davon tragen könnte … Zugegeben, wenn er bei der Marine war könnte er sich auch da herausreden.”

Quentin schüttelte den Kopf. “Ja, ich nehme an er konnte sich herausreden. Aber vielleicht war seine Frau auch mit Blindheit geschlagen. Man sagt ja, Liebe macht blind.”
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