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 London, Übungshof, 24. Mai 1895 Abbygale, Danforth,, Arthur & Jane (Quentin)

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Laura
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BeitragThema: London, Übungshof, 24. Mai 1895 Abbygale, Danforth,, Arthur & Jane (Quentin)   Mo Sep 04, 2017 8:52 pm

Freitag, 24.Mai.1895
In der Droschke auf dem Weg zum Hof.

“So Miss Abbygale, welche Waffe gedenken sie denn heute zu lernen?”

Zögerlich beantworte sie diese Frage mit einem: “Eine Schusswaffe….?”
etwas zweifelnd fügte sie hinzu:” Den Degen habe ich zwar dabei aber etwas mehr Distanz würde ich mir doch wünschen”
Willam lacht kurz auf und sagt “Haben sie denn eine “Schusswaffe” mit, mit der sie üben wollen?”


“Woher sollte ich? Ich habe gesagt dass ich eine lernen will die Auswahl mache ich gerne von den Fähigkeit der Herschaften abhängig.” Ein etwas ergebenes Schulterzucken begleitete ihre unvorbereitet Situation.

“Hmmm, ich könnte sie mit meiner treuen Flinte üben lassen. Ich befürchte aber das sie sich damit verletzen könnten.

“Arthur, besitzen Sie vielleicht noch einen Revolver oder etwas kleinkalibriges, was sich zum Üben fürs erste etwas besser eignet?” fragte der Reverend freundlich.

“Leider hatte ich bisher keine Verwendung für Peashooter, aber ich denke ich könnte einen Lady Revolver für Miss Abbygale besorgen. Haben sie denn keine Schusswaffe Reverend?”

Danforth schüttelte den Kopf. “Nein, bis jetzt habe ich es bevorzugt, mich mit einer Klingenwaffe dem Gegner zu nähern. Ich finde es etwas… wie soll ich sagen, unschicklich, eine Schusswaffe in der Öffentlichkeit zu tragen.”

“Dann machen wir doch einen Umweg über einen Gunsmith um der Dame auch etwas zu schießen zu besorgen. Alles andere wäre nicht Sinnig denn man muss sich ja auch mit seiner Waffe vertraut machen wenn man sie ordentlich lernen möchte.” William wendet sich an Abby “Oder spricht etwas dagegen?”

“Nunja, Wenn Sie empfehlen dass ich sofort den Umgang mit einer Speziellen Waffe lerne nicht. “ Sie Wirkt zögerlich und lehnt sich mit dem gewicht auf den Regenschirm. “ Ich kenne mich da nunmal nicht aus und bin ihrerer Aller expertise Ausgeliefert.
Ich Suche Eine Waffe um Gegen Monster zu kämpfen, nicht um mich in der Öffentlichkeit sehen zu lassen. Auch Wenn ich den nutzen Unauffälliger Waffen nicht bestreite. Bisher kenne ich nur den … Vampir den wir erneut erwarten müssen und das Krokodil. Beide Male war Auch eine Offen Waffe nicht von Nachteil. “

“Fahrer dann auf zu Rathford & Son. Ein hervorragender Gunsmith”

“Wenn Sie sich tatsächlich eine Waffe zulegen wollen, Miss O’Sheehan, dann ist es sicher eine gute Entscheidung es zusammen mit Lord Blackadder zu tun.”

Und dann kauften sie zusammen einen verzierten Damenrevolver und eine Schrotflinte für Abbygale und machten sie auf den Weg zum Übungsgelände.

Hinter der Scheune lag ein Obstgarten. Eine hüfthohe Mauer umgab die in voller Blüte stehenden Apfelbäume und eine von Generationen gepflegte Hecke bewahrte auch dieses Plätzchen vor fremden Blicken und neugierigen Nachbarn.

Quentin stand in Hemd und Weste im Schatten eines besonders großen Baumes. Sein Jacket hatte er über die Mauer geworfen. Die Uhrkette funkelte im Schein der Sonne und Schweißtropfen liefen in einem feinen Rinnsal an seiner Schläfe entlang. Die Stirn in angestrengte Falten gelegt ließ Quentin einen mit Erde gefüllten Kartoffelsack nicht aus den Augen. Zeige- und Ringfinger der rechten Hand lagen an seiner Schläfe während er den Sack mit hoch konzentriertem Blick um einen der Bäume herum bewegte und gegen den nächsten schlagen ließ.

“Reverent gedenken sie denn heute auch mit einer Schusswaffe zu üben oder wollen sie mit dem Schwert trainieren?”

“Ich habe mir vor Kurzem ja ein neues Schwert aus Silber anfertigen lassen. Ich möchte einmal sehen wie es sich führen lässt und mich an das neue Gewicht gewöhnen. Außerdem finde ich es gut zu wissen, auf welchem Stand sich meine Mitstreiter befinden.” antwortete der Reverend während er aus der Kutsche stieg und sein steifes Knie streckte.

“Auf dem Besten selbstverständlich” Sagt William lachend.
“Auf einer Scala von 1-10 etwa -1 bis 0 ?” Notierte Abby nur trocken.

Beim Klang der vertrauten Stimmen wandte Quentin den Kopf herum und warf einen Blick hin zum Eingang des
Gartens. Im selben Augenblick fiel auch der Sack zu Boden und ein leiser, rasch gemurmelter Fluch kam ihm über die Lippen als er es bemerkte. Für einen Moment betrachtete er den Sack noch, griff dann in die Brusttasche seiner Weste und zog ein Taschentuch heraus mit dem er sich den Schweiß von der Stirn wischte, während er zu dem kleinen Tor hinüberging.

“Einen schönen guten Tag … Mr Finnigean.” Sie Schaute Neugierig auf das Gesamtbild. “Darf man fragen was sie hier getan haben?”

Zur Erwiderung des Grußes griff Quentin sich kurz mit der rechten Hand an die Stirn. “Üben”, erwiderte er kurz und ging dann hinter der Mauer in die Knie um etwas aufzuheben. Als er sich wieder aufrichtete, hielt er eine Mappe aus festem Karton in der Hand, die er dem Reverend mit einem zaghaften Lächeln entgegenstreckte.

Danforth begrüßte Finnigan mit einem Nicken und nahm die Mappe mit einem leicht fragenden Blick entgegen. Er schlug sie auf und blätterte durch den Inhalt. “Ah, die Informationen zu dem Haus, vielen Dank! Sie haben das Gebäude ja jetzt etwas genauer unter die Lupe nehmen können, was halten Sie davon?”
“Ich würde meinen es ist für unsere Zwecke gerade zu ideal geeignet. Vorausgesetzt wir können die notwendigen Mittel auftreiben”, antwortete Quentin und schlüpfte wieder in sein Jacket während er weitersprach. “Ich weiß nicht, ob Miss O’Sheehan oder seine Lordschaft schon mit Ihnen darüber gesprochen haben.”

“Nein wir mussten Miss Abbygale erstmal einen Waffe zum trainieren besorgen-”
“Wie amerkanisch”, murmelte Quentin amüsiert zu sich selbst. William zuckte kurz mit dem Auge
“ und Sie machen sich ja ganz gut mit dem ganzen Verwaltungskram.”

“Meiner Meinung nach sind die Lage des Grundstücks, verbunden mit seiner Größe und dem erstaunlichen Maß an Privatheit der ausschlaggebende Punkt. Einige der anderen Objekte waren auch interessant, der Vollständigkeit halber habe ich sie auch beigelegt. Seine Lordschaft war so freundlich dafür zu sorgen, dass wir einen Fuß in der Tür haben. Jetzt hieße es die notwendigen Mittel auftreiben. Wozu Annabelle auch bereits eine Idee hatte, aber darüber können wir später sprechen. Soweit ich weiß, sind die ersten Schritte da bereits in den Wege geleitet, oder?”

Fragend blickte er zu Miss O’Sheehan hinüber.

“Das klingt ja auf jeden Fall sehr vielversprechend. Ich hoffe, dass der Umrüstung des Hauses dann nichts mehr im Wege steht. Annabelle hat dann eventuell noch Kontakte, die als Geldgeber in Frage kommen?”

“Allerdings. Ja die Einladung haben wir auch ihn ihrerer Abwesenheit schon einmal bestätigt. - Landadel wenn ich richtig im Kopf habe.” Sie führt nicht weiter aus fügt aber an:
“Auf dem Weg zu dem Anwesen ist noch nennenswert, dass es Ein paar Gerüchte aus einem Dorf gab. Nichts bestätigtes oder dergleichen.”Sie schaut besorgter drein während sie ihre Gedanken durchforstet.” Aber Wenn wir schon dorthin reisen ist es doch wünschenswert dass wir der Sache noch nachgehen in der Hoffnung, dass es nur ein paar betrunken Träume waren.”

“Ich denke aber unsere erste Sorge sollten die Vermissten sein, denn an Geld können wir auch auf andere Weise kommen.” sage William ernst. “Fall wir damit einem reichen Geldgeber beeindrucken, dann ist dies nur der gerechte Lohn Gottes, der uns für unseren Kampf gegen das Böse gegeben wird.”

Danforth schaute die anderen besorgt an. “Ein kleines Dorf in dem auf unerklärte Weise Menschen verschwinden? Hmm… Das klingt definitiv so, als sollten wir uns das ansehen. Dazu müssen Sie mir später die Einzelheiten geben.” Er richtete sich auf und schüttelte sein taubes Bein. “Die Kreaturen der Nacht rasten nicht.”

Sie Wand sich den beiden Herren zu. “Nunja, meine Hoffnung liegen darauf das nichts ist. Aber wenn sollte man es aufklären und beheben schätze ich.”

“Es ist nie ‘nichts’. Es stellt sich nur die Frage, ob die lokalen Behörden davon wissen sollten oder nicht.”


“Ich würde sagen, ob sie schon etwas wissen oder nicht, kommt doch wohl sehr auf die Umstände des Verschwindens und die Lage des Dorfes an. Immerhin hat nicht jede Ortschaft oder Häuseransammlung einen Constable, und die Inspektoren der Metropolitan Police kümmern sich um die Vorkommnisse nur dann wenn es hinreichend Anhaltspunkte gibt, dass auch tatsächlich ein Verbrechen vorliegt.”

“Ich hoffe, dass bereits jemand mit Nachforschungen begonnen hat. Es stellt sich nur die Frage, ob uns die Behörden danach weiterhelfen können.

“Wir dürfen uns doch nicht davon abhalten lassen nur weil der Täter vielleicht nicht ein Monster ist. Falls es ein profaner Täter ist oder gar einen Bande an Täter steht uns nichts im Weg auch diese zu stellen und den Behörden zu übergeben. Schließlich dürfen wir uns nicht nur als Monsterjäger verstehen sonder sich Beschützer, der die sich nicht Verteidigen können.”

Unzufrieden folgte Abby den überlegungen der Herren. Der Regenschirm wurde genutzt um im Boden zu stochern bevor sie sich im laufe der Diskussion seufzend wieder aufrichtete.

“Es ist ein Fehler Theorien aufzustellen, ehe man alle Fakten beisammen hat”, erwiderte Quentin trocken und rollte anschließend einmal kurz mit den Augen. “Ein ausgesprochen gestelzter Satz, aber hier passt er. Wir sollten warten bis wir mehr wissen. Und ich persönlich halte nichts davon sich in die Angelegenheiten der offiziellen Behörden einzumischen, falls sich tatsächlich erweisen sollte, dass nichts übernatürliches Daran ist.”

Er hob einen Stein vom Boden auf, zielte auf ein Astloch und warf ihn dann, verfehlte sein Ziel allerdings.

“Ich denke nicht, dass es sinnvoll ist dem Yard oder der Metropolitan in die Quere zu kommen, wo wir doch mit Sicherheit auf Zusammenarbeit noch mehr als einmal angewiesen sein werden.”

Der Reverend nickte zustimmend. “Ihr Ehrgefühl ist löblich, aber es ist nicht unsere Aufgabe, der Polizei die Arbeit abzunehmen. Falls sich herausstellt, dass hier nur gewöhnliche Banditen am Werk sind, werden wir die Polizei oder wen auch immer verständigen und dafür sorgen, dass sie ihre Arbeit machen können, aber für mehr haben wir keine Zeit.”
Abby wollte schon ansetzen um etwas in richtung des Reverends zu sagen würde aber jäh in ihren Bemühungen unterbrochen.
“REVERENT!” Quentin zuckte bei diesen Worten merklich zusammen. “Es verschwinden Menschen. Ich würde ja nie vorschlagen das wir irgendwelche Strauchdiebe jagen und ich schlage auch nicht vor dass wir wochenlang wie Mr Holmes Hinweisen nachgehen, aber ich denke das wenn wir den armen Menschen helfen können und die Behörden noch nicht vorort sind. Wir als Adel und Kirche haben einen Schutzauftrag gegenüber den Bürgern des Empieres und sie wollen bestimmt nicht davor zurückschrecken Mördern und Entführern ihr Handwerk zu legen, wenn sich die Gelegenheit bietet.”

“Danforth hob beschwichtigend die Hand. “Natürlich werden wir niemanden im Stich lassen. Es geht hier allerdings um eine möglichst kluge Nutzung unserer Möglichkeiten. Um Strauchdiebe kann sich der örtliche Constable kümmern. Um Hexen und groteske Ungetüme nicht. Wir arbeiten mit den Behörden zusammen wo wir können, aber wir dürfen uns nicht in solchen Kleinigkeiten verstricken. Und wenn wir die Einzigen vor Ort sind, die einen Verbrecher stellen können, dann mag es sein, dass wir uns auch um den kümmern. Aber das sollte nie unser Ziel sein.”

“Am besten überprüfen wir erstmal welches Problem vorliegt und führen diese Diskusion mit allen Informationen vor Ort weiter. Aber kommen wir doch zudem wieso wir Hierhin gefahren sind.”

Quentin beugte sich hinter vorgehaltener Hand zu Miss O’Sheehan hinüber. “Selbstverständlich, wenn er gegenüber dem Reverend noch einmal so die Stimme erhebt, kann ich ihn gerne gegen den nächsten Baum fliegen lassen. Schotten sind doch für ihren Dickschädel bekannt, oder?”
Verschwörerisch raunt Abby dem Herren mit dem Schnauzer zuh“Ich würde es ihnen nicht verübeln, Nur der folge Kampf ist trotzdem nicht erstrebenswert.”

Quentin zuckte verschmitzt die Schultern: “Non omnia possumus omnes.”
Ein hintersinniges Lächeln auf den Lippen wand sich Abby wider den Männern zu die lautstark Fakten austauschen.

“Kann ich sie direkt zu einem Übungskampf bitten.” mit einem blick zum Reverent.

“Da kann ich Ihnen zustimmen. Wir haben keinerlei Informationen über diesen Fall, daher werden weitere Diskussionen kaum einen großen Nutzen haben.” Er nickte versöhnlich und deutete auf einen offeneren Platz zwischen den Obstbäumen. “Ich würde mich sehr über einen Übungspartner freuen.”


____________________________________________________

(blub wie auch immer wier den lord losgeworden sind ka die androhung das quentin und ich magie üben wollen oder so)

Der Schuss saß. Kein Meisterliches Werk, aber auch der 2te und dritte Traffen in die Inneren Markierungen des Ziels ein.
Genügend Einschusslöcher Zeugten von der Lernkurve die sich über die Stunden hinweg vollzogen hatte.
Kugeln Hatten sich in Wand und die Äußere Kanten des Speichers gebohrt. Aber die mehrzahl traffen. Mehr als erwartet.
Der 4te Schuss verzog wider während Abbygale erschöpft die durch die Anspannung Zitternden Arme mit der Flinte wieder sinken ließ.
Mit ausdruckslosen Blick starrte sie auf das letzte Einschussloch oben an der Kante zum Heuboden.

„Wofür genau tun wir das alles eigentlich?” fragte sie melancholisch.

Quentin hatte Lord Blackedda noch bis zum Rand des Hofes begleitet und am Tor gewartet, bis die Kutsche abgefahren war. Jetzt kam er wieder um die Ecke der Scheune und ließ seinen Bart dabei in der Tasche verschwinden.

Jane strich sich ein paar Mal müde über das Gesicht und runzelte bei Miss O’Sheehans Worten die Stirn.

Der Reverend stand neben Abbygale und beobachtete ihre Übungen. Er runzelte auf ihren Kommentar hin die Stirn. “Wofür tun wir was? Diese Schießübung?”

“Allgemeiner- das wofür ich hier trainiere.
Teil der Rippers zu sein.” Sie sicherte die Flinte zitterig wider. “Seitdem ich ihnen beigetreten bin haben wir Geldgeber besucht und sind für die Forschung auf die Jagd gegangen. Um Surreale implantate zu testen….”
Sie seufzte. “Nicht dass ich nicht verstehe dass auch dies Wichtige Hilfen sind. Aber bisher habe ich nur wenig von der Arbeit gesehen die in den Büchern steht. … geschweige denn etwas gutes getan.”

“Nun, ich kann Sie verstehen. Sie hatten wenn Sie es so sehen ein wenig Pech was die letzten Unternehmungen anging. Leider ist die Realität oft nicht so spektakulär wie man es sich vorgestellt hat, aber haben Sie keine Sorge. Sie werden schon bald erfahren, was diese Arbeit mit sich bringt.” Er legte ihr ermutigend die Hand auf die Schulter.

„Ich weiß nicht, mir irritiert zutiefst die Gute Laune des werten Lord Blackadders.
Er „b e n e i d et“ uns für die Krokodils jagt.
Eines der furcheinflössensten Erlebnisse meines Lebens ist für andere Ein Sportevent das sie leider verpasst haben.”
Fassungslos stellte sie die mittlerweile gesicherte Flinte ab.
”Wenn andere Ripper so einfach mit diesen Kreaturen fertig werden und das so leicht tragen weiß ich nicht ob ich das überhaupt kann....“ Sichtlich war das zittern der Arme nicht mehr nur der Ansprengung zu zu sprechen, Als eine bewegung im Augenwinkel den zurückkehrenden Quentin verrieht.

Ein Schmunzeln umspielte die Lippen des Reverends. “Ich glaube das ist eher der Persönlichkeit des werten Lords zuzuschreiben und nicht der Natur der Rippers. Es ist keineswegs leicht, mit diesen Gefahren umzugehen, und niemand sollte sie auf die leichte Schulter nehmen. Es gibt einen guten Grund, warum die meisten Menschen nichts von den Mächten der Dunkelheit wissen sollten. Es geht bei dieser Arbeit auch nicht darum, die stärksten und besten Kämpfer zu vereinen und eine Armee aufzustellen. Das mag im Schwarzwald ausreichen, wo es allein darum geht Werwölfe zu jagen, doch wir haben es hier mit einer weitaus größeren Vielfalt an Herausforderungen zu tun. Hier ist ein schneller Verstand mindestens genauso wichtig wie eine schnelle Hand am Abzug.”

“Wobei man im Idealfall beides vereinen sollte, will mir scheinen”, erwiderte Jane. Ihre Stimme klang nur ein wenig anders als man es sonst gewohnt sein mochte. Doch der Unterschied war da, wenn man denn darauf achtete.

Bei den Worten des Reverends wurden Abbygales Sorgenlalten kurtzeitig weicher bevor sich die stirn doch wieder zusammen zog und die mit leicht hängenden Schultern die Hände die Flinte wieder zu entsichern suchten.
„danke Danforth...“ Schaute Abby ihn etwas weicher wieder an.
Erschöpft wurde die Flinte wieder Angelegt.
„Ich weiß immer weniger auf was ich mich verlassen kann und soll und bei all dem … „
den Satz führte sie offenbar nur in Gedanken Zu ende. Stattdessen verhallte ein weiterer Schuss der nur gerade so im markierten Bereich einschlug.

“Ich glaube niemand von uns ist je perfekt vorbereitet. Ich habe in meiner Zeit bei den Rippers schon einige grimmige Erlebnisse gehabt und gehe auch immer noch mit Todesangst in jeden Kampf. Doch es gibt immer Dinge, auf die man sich verlassen kann. Mein Wissen, meine Fähigkeiten, meine Mitstreiter.”

Während Miss O’Sheehan erneut angelegt hatte, war Jane ein wenig bei Seite getreten um dem unmittelbaren Knall des Schusses zu entgehen. Einer der Apfelbäume in ihrer Nähe hatte einen besonders tiefhängenden Ast der im Gewand des Frühlings erblühte. Mit einem sanften Lächeln, den anderen beiden den Rücken zugewandt, griff Jane danach und brach die Spitze des Astes ab. Versonnen den blühenden Zweig zwischen ihren Fingern drehen, schlenderte sie zu den anderen zurück.

“Was ist mit Gott? Haben Sie den in Ihrer Aufzählung nicht vergessen?”, fragte sie und sah den Reverend offen an.

Er blickte sie für einen Augenblick etwas fragend an. “Ich dachte das wäre selbstverständlich.”

Jane lächelte. “Alles andere hätte mich auch überrascht.”

“Selbstverständlich…” echohte Abbygale mit einem freudlosen Lachen.
“Seitdem Ich mich zu ihnen gesellt habe Ist alles was ich Glaubte zu wissen in Frage gestellt. Meine Fähigkeiten sind mir ein Mysterium, von dem ich behte dass es kein dunkleres ist.” Traurig ließ sie die Flinte wieder sinken und Blickte zu den Anderen.
“Es Bleiben Nur noch Sie beide als meine Mitstreiter...”

Als Miss O’Sheehan wieder zu sprechen begann, glitt Janes Blick an dem Gesicht des Reverends vorbei und zu der jungen Frau hinüber. Das Lächeln verschwand so schnell wie es vorhingekommen war - als hätte der Wind eine schwach flackernde Kerzenflamme erlöschen lassen.
Janes Blick wanderte ernst zwischen dem Reverend und Miss O’Sheehan hin und her. Letztere musterte sie mit unverhohlener Besorgtheit. Als diese geendet hatte, machte Jane einen unbeholfenen Schritt auf die andere Frau zu.

“Nicht ganz”, begann sie mit leiser, aber fester Stimme. “Nun aber bleiben Glaube, Liebe, Hoffnung, diese drei.”

“Ich glaube, Sie unterschätzen sich da selbst. Sie haben Mosley das Leben gerettet als wir einem Vampir gegenüberstanden. Sie haben mehr über Thiess von Kaltenbrunn herausgefunden als der in seinem ganzen Leben. Sie kratzen erst an der Oberfläche ihrer Fähigkeiten und sie wissen mehr als sie denken. Wir können Sie in unserer Gemeinschaft sehr gut gebrauchen.”

Sichtlich aufgemuntert wand sie sich wider den zielübungen zu. Ein Schuss nur wenige Zentimeter vom Schwarzen inneren.” 1 nes von dreien” murmelte sie… ein Seitenblick auf ihre Mitstreiter später fügte sie etwas lächelnd ein “eventuell 2...” hinzu.

Als Miss O’Sheehan die Waffe erneut an die Schulter legte, trat Jane wieder zurück neben den Reverend. Schweigend hob sie den Blick und sah zu ihm auf, ehe sie wieder die Übungen verfolgte.

Der Reverend warf ihr einen fragenden Blick zu.

Jane erwiderte den Seitenblick kurz mit erhobenen Augenbrauen.

“Lassen Sie sich nur nicht entmutigen. Mit Ihrer neuen Flinte scheinen Sie ja auch schon gut zurecht zu kommen. Sie sind auf dem richtigen Weg, das Vorwärtskommen ist nur sehr beschwerlich.”

“Ja es ist nicht so schlimm wie ich erwartet hätte” merkte sie zwischen den Schüssen an und versuchte die schultern zu entspannen.
“Auch Wenn die Ziele unbewegt mir einen vorteil geben.” fügte sie lachend hinzu.

“Dem kann ich Abhilfe schaffen, denke ich.”

Ein kurzer, ein wenig unsicherer Blick zum Reverend bei dem Jane die Lippen fest aufeinander presste.

Danforth tat einen Schritt zur Seite und machte eine einladende Geste zu Quentin. “Ich bitte Sie.”

Mit einem kleinen Lächeln trat Jane ein wenig nach vorn. Als sie sich jedoch im Garten umsah und einen Moment später die Finger der rechten Hand an die Schläfe legte, war ihr Gesichtsausdruck ernst und konzentriert. Einen Wimpernschlag später hob sich der mit Erde gefüllte Sack vom Boden und flog mit der Geschwindigkeit eines abgeschreckten Rehs durch den Garten.

Das Aufgeschreckte Reh mit der Flinte in den Armen schoss ihn ihrem Scheck glücklicherweise auf den Sack und nicht auf etwa etwas anderes im Garten, bevor sie sich leicht empört Quentin zuwand. Stumm gestikulierte sie vorwurfsvoll.

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