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 November - März 1896: Kampf gegen Apophis

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Pantaleon

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Anzahl der Beiträge : 26
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BeitragThema: November - März 1896: Kampf gegen Apophis   Fr Mai 04, 2018 6:43 pm

7. Dezember 1895 AD, Samstag
Zurück in London. Es gibt viel zu tun. Mrs Harker ist ins Bilde zu setzen. Es gilt nun, die Funde aus der Bibliothek zu sichten und zu übersetzen. Da keiner von uns des Altägyptischen mächtig ist, heißt es nun, zu anderen Kontakten zu greifen.
Warum, warum muss gerade Fräulein Demelune eine Expertin auf dem Gebiet des altägyptischen Heidentums sein? Ich wünschte, es gäbe ein gutes Argument, sie nicht in dieser Recherche zu involvieren. Aber leider ist dies nicht der Fall.
Bis dahin werden wir das Buch in der Villa van Helsing sicher verwahren können. Mosley bleibt zusätzlich vor Ort.

8. Dezember 1895 AD, Sonntag
Demelune kam abends vorbei. Ihre Person hat sich kein Bisschen gebessert, doch sie besaß genug anstand, sich im Zaum zu halten. Wenigstens kann sie uns weiterhelfen und befasst sich mit dem Buch und erspart uns weitere anstrengende Gespräche.
Titel des Buches: „Über die Schöpfung des Re und die Bezwingung des Apophis.“

27. Dezember 1895 AD, Freitag
Jacques und Fräulein Demelune haben nun die Schriften gänzlich übersetzt. Die Schrift des Apophis erzählt von seinem dunklen Wirken und seiner Stadt Nesh Ren’a, die durch Re zerstört und im ewigen Sand vergraben wurde. Apophis wurde weiterhin durch magische Obelisken gebunden und gebannt. Sollten sie fallen so wird Apophis sich von seinen Ketten befreien können.
Der Schlangenkult wird inzwischen genügend Obelisken gesprengt haben um den Zauber hinreichend geschwächt zu haben.
Laut Demelune wird ein befreiter Apophis die Welt in Finsternis tauchen und Seth, den Gott des Hungers und des Todes, wecken. Apophis ist ein Dämon und anfällig für Feuer, da Feuer die Macht Res und der Sonne darstellt.

Für mich ist diese alte Erzählung eindeutig. Mit Apophis kann niemand anderes als Luzifer selbst gemeint sein, der als Schlange den Menschen das Paradies verwehrte. Er wurde von Gott aus dem Himmel geworfen und in die tiefsten Höllen verbannt. Luzifer, der einst der strahlendste unter Gottes Engeln war, ist dadurch zu einer Kreatur purer Dunkelheit verkommen. Seth, der zudem erwähnt wurde, steht für die vier Herolde des Jüngsten Gerichts: Hunger, Tod, Krieg und Eroberung. Denn dies ist es, was der Kult und der Satan auf dieser Welt verbreiten wollen.

28. Dezember 1895 AD, Samstag
Während wir auf die Übersetzung des Buches warteten, habe ich Mosley dabei geholfen, den Ursprung der Lupus-Dei-Legende zu verfolgen. Wie es scheint haben wir die Spur zu einem kleinen Kloster an der Küste zurückverfolgen können. Dort muss eine Art Urschrift der Geschichte aufbewahrt sein.

Fitzgerald… Ich mache Ihn nicht für das verantwortlich für das, was er getan hat. Er ist noch ein Kind. Doch ich bin etwas enttäuscht, dass er nicht früher zu uns kam. Er hätte wissen müssen, dass der Herr Ihn schützen kann vor allem was ihn bedroht. Nicht auszudenken, was noch Schlimmeres hätte passieren können. Ich fürchte, ich werde später noch einmal mit ihm darüber reden müssen.
Vor allem bin ich jedoch erzürnt über unsere eigene Blindheit. Wem kann man vertrauen, wenn nicht unseren eigenen Leuten? Warum haben wir nicht damit gerechnet, dass jemand versuchen könnte, einen Spitzel hier einzuschleichen? Leichtsinnig!

Doch nun ist es nun einmal geschehen und wir müssen den Preis dafür bezahlen. Jack und sein Gesindel wollen also mit uns reden? Nachts. Speaker’s Corner. Dies ist ganz gewiss eine Falle. Doch wenn wir mit einem großen Aufgebot dort auftauchen werden sie die Gefahr wittern und die Flucht ergreifen. Also müssen wir zu fünft gehen. Der Djinn wird uns unsichtbar begleiten. Ich hätte gerne Fitzgerald dabei gehabt, als zusätzliches Augenpaar, das schon einmal mit diesen Gestalten Kontakt hatte, aber die Damen waren entschieden dagegen. Darauf blieb mir keine andere Wahl als einzulenken.
Und wenn es keine Falle ist… Nun, dann ist die Situation noch ernster und diese Kreaturen noch verachtenswürdiger denn je.

Sie waren alle da. Jack, Dracula, Frankenstein, Jekyll, Prometheus. In ihrer ganzen niederträchtigen Pracht. Der Vampir war es, der das Wort ergriff. Er behauptete, der Kult des Apophis hätte sie betrogen und missbraucht. Wie es scheint hat der Kult mit seiner dunklen Magie die alte Riege von den Toten zurück geholt. Dazu das Blutvergießen auf Draculas Friedhof, dazu der Mord an Frankensteins Tochter und wer weiß was noch.
Und jetzt kommen diese Geschöpfe zu uns und bitten um Hilfe. Sie reden zwar von Zusammenarbeit, aber wenn sie so viele hilfreiche Informationen über diesen Kult haben, warum kommen sie dann zu uns? Pah, sie haben in blinder Gier nach alter Größe einen schnellen Pakt mit diesem Kult geschlossen und ernten nun die Früchte dieses Vergehens.
In drei Tagen wollen sie eine Antwort, ob wir auf ihr Angebot eingehen.

29. Dezember 1895 AD, Sonntag
Ich weiß nicht, wie spät es ist. Ich kann weder essen noch schlafen. Gott, gib mir ein Zeichen.
Wie kann es sein, dass wir diesen Handel tatsächlich in Betracht ziehen? Ja, der Kult ist mächtig. Ja, es steht viel auf dem Spiel. Ja, Jacks Schergen könnten uns weiterhelfen, doch zu welchem Preis? Was müssten wir geben für diese Unterstützung?
Alles, sage ich. Alles wofür wir je gekämpft haben. Unzählige Ripper sind bei dem Versuch, diesen verabscheuenswürdigen Herrschaften das Handwerk zu legen, auf grausame Weise gefallen. War ihr Opfer für nichts? Entscheiden wir nun plötzlich, dass Vampire, Monstrositäten und Ketzer frei unter uns leben dürfen?
Es handelt sich hier nicht um ein lang haltendes Friedensangebot. Die Verachtung in Draculas Stimme hat das hinreichend klar gemacht. Es geht um ein temporäres Verharren der Waffen, um eine Gefahr abzuwehren, die uns alle bedroht.
Zweck heiligt nicht die Mittel. Das darf sich auch im Angesicht solcher Hindernisse ändern. Was würde es aus uns machen, wenn wir uns auf das Niveau von Jack und seinen Schergen herablassen?
Doch was für eine Wahl bleibt uns? Sollten wir das Angebot ausschlagen und Apophis besiegen, stehen wir danach geschwächt sofort einem weiteren Gegner gegenüber.

Ich vertraue dem Herrn, dass er stets auf der Seite der Rechtschaffenden steht. Ich weiß, dass wir nicht verlieren, wenn wir reinen Herzens sind und für die gerechte Sache kämpfen. Doch wir stehen dieser Übermacht der Dunkelheit gegenüber, der geballten Macht von Apophis und Jacks Schergen. Mich plagen Zweifel, wie wir diesen Krieg gewinnen sollen. Ich sehe keinen Weg, der einen klaren Sieg verspricht.
Will der Herr uns auf die Probe stellen? Will er sehen, wie wir seinen Lehren folgen und selbst im Angesicht größter Bedrohung nicht von seinem Pfad abweichen?
Oder aber… Will Gott, dass wir selbst sehen? Die Zeit für Vergebung ist für Jacks Brut längst abgelaufen und ich habe wenig Hoffnung, dass sie sich besinnen und in die Arme Gottes zurückkehren, doch es ist die Pflicht eines guten Christen, Hilfe zu leisten wenn sie erbeten wird.

Es wurden in den letzten Jahrhunderten unaussprechliche Taten im Namen Gottes verrichtet. Ich selbst habe unaussprechliche Taten im Namen Gottes verrichtet. Es gibt Dinge, die man nicht tun kann, und dennoch tun muss. Manchmal sind finstere Taten notwendig, um den Plan des Herrn zu wahren.
Gott ist gütig und weise. Gott verdammt nur böse Taten. Unsere Tat mag finster sein, doch wir handeln aus ehrenhaften Gründen.
Ich werde diesem Handel zustimmen. Ich weiß, dass die anderen es längst getan haben und ich weiß auch, dass sie den nächsten Schritt nicht ohne mich tun werden. Ich will in dieser neuen Zeit an ihrer Seite stehen.

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