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 September: Kampf um Rom

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Pantaleon

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BeitragThema: September: Kampf um Rom   Sa Dez 09, 2017 2:54 am

27. September 1895 AD, Freitag
Rom verschlägt mir den Atem. Die geballte Macht abendländischer Kultur, Geschichte und Religion an einem Ort. Ruinen des Römischen Kaiserreiches fügen sich nahtlos in das Stadtgefüge. Brunnen, Statuen und Paläste an jeder Ecke und über allem thronen die Türme zahlloser Kirchen, Basiliken und Kapellen. Ich wünschte, wir wären aus erfreulicheren Gründen hierhergekommen.
Die Loge der Rosenkreuzer hier ist zwar bescheiden, aber zentral und gut verborgen in den Katakomben unter der Kirche St Sebastian. Es gibt nicht viele Ripper hier. Es ist gut, dass wir gekommen sind. Bisher gab es zwar keine Angriffe, doch viele böse Omen. Groteske Wasserspeier sind in der gesamten Stadt aufgetaucht und anscheinend wurden große Mengen an Sprengstoff herbeigeschafft. Das hier ist groß. Größer als in London oder Paris.
Mit Hilfe der Rosenkreuzer können wir 13 mögliche Ziele identifizieren, David kann sich an drei davon genauer erinnern. Wir werden Verstärkung brauchen. Viel Verstärkung.

Die Zeit läuft uns davon, wir haben keine Zeit, die Stadt zu genießen. Aufgaben werden Verteilt und eilends trennen wir uns.
Miss O’Sheehan wird sich die Gargylen genauer ansehen, Mosley und Mrs Finnigan werden sehen ob sie in den… zwielichtigeren… Teilen der Stadt einige Informationen über Sprengstoffladungen und -transport auftreiben können.
Arthur und ich werden sehen, ob wir in dieser Stadt noch ein paar mehr Verbündete haben.

Der Vatikan. Der Petersdom, der Vatikanische Obelisk. Mir läuft ein Schauer über den Rücken, hier im Machtzentrum der Kirche. Signore Gambucini zeigt den Weg. Die Wachen der Schweizergarde scheinen ihn zu kennen. Sie sehen so eigentümlich aus in ihren bunten Uniformen, aber ich werde nicht den Fehler machen, sie zu unterschätzen. Ich erkenne den Unterschied zwischen einer Paradewaffe und einer echten. Die Hellebarden dieser Männer sind nicht nur zur Dekoration gedacht.
Gambucini legt ein ziemliches Tempo vor. Selbst mit einem gesunden Knie hätte ich wohl Mühe, mit dem Italiener Schritt zu halten, geschweige denn, dass man Zeit hätte die prunkvollen Bauten um uns herum zu betrachten. Keine Zeit. Ich muss mich zusammenreißen. Ich beiße die Zähne zusammen und ertrage die glühenden Nägel, die mit jedem Schritt durch mein Bein schießen.

Wir warten vor einer der vielen verschlossenen Türen in einem der vatikanischen Paläste, als schließlich eine Wache heraustritt und uns hineinbittet. „Der Heilige Vater ist nun bereit, Sie zu sprechen.“
Der Heilige Vater selbst? Unmöglich! Ich hätte den Kardinalkämmerer erwartet. Den Kommandanten der Schweizergarde. Mein Herz schlägt schneller.

Das Gespräch verläuft knapp und auf den Punkt gebracht. Papst Leo XIII ist ein seriöser, älterer Mann der in solch einer Situation keine Zeit mit unnötigen Nettigkeiten vergeudet. Er hört unseren Ausführungen aufmerksam und ernst zu und antwortet schnell und bestimmt. Der Heilige Stuhl wird im Kampf um Rom an unserer Seite stehen, ein Trupp von vierzig Elitetruppen unter dem Kommando von Signore Gambucini schließt sich uns an und wird schon heute Nacht auf Patrouille gehen.
Der Heilige Vater unterstützt uns. Ich wusste es. Weltliche Regierungen mögen diese Bedrohung als Humbug abtun, aber die Kirche weiß, wann sie gebraucht wird.
Leider kann ich dennoch verstehen, dass der Heilige Vater die Rippers in ihrer Gesamtheit nicht bedingungslos gutheißen kann und will. Ich zweifle zwar keinen Augenblick an der Überzeugung meiner Mitstreiter, aber ihre Methoden sind leider zu oft nicht mit dem Weg Gottes vereinbar. Nichtsdestotrotz erfüllt es mich mit Stolz, den Segen des heiligen Vaters bekommen zu haben. Ich mag Ripper sein, doch zu allererst bin ich ein Diener Gottes und werde es immer bleiben.

Unsere Truppen sammeln sich, unsere Pläne nehmen Gestalt an. Wir konnten einige der Wasserspeier sprengen. Damit haben wir nicht nur die Bedrohung reduziert, sondern auch die Carabinieri in Aufruhr gebracht. Sie werden es für die Tat von Anarchisten halten, wie auch die Polizei in London, Paris oder New York. Jeder zusätzliche Polizist, der dadurch auf den Straßen unterwegs ist, ist ein weiterer Verbündeter im Kampf gegen die Kabale.
Mosley und Finnigan konnten außerdem die Unterstützung des „Handelshauses“ Rossonieri sichern. Wenn diese Herrschaften so gut sind wie sie behaupten, dann können sie vielleicht tatsächlich etwas über den Aufenthaltsort der Sprengladungen in Erfahrung bringen. Ich hoffe wir haben genug Zeit.

Doch egal wie viele Mitstreiter wir finden, wir tappen dennoch viel zu sehr im Dunkeln! Es lässt mir keine Ruhe! Wann wird die Kabale zuschlagen? Und wo? Nur ein einzelner Obelisk wie auch die letzten Male? Sie werden durch die gesprengten Obelisken wohl wissen, dass wir auf sie warten. Werden sie versuchen, uns in eine Falle zu locken? Uns an der Nase herumzuführen, uns aufzutrennen? Rom ist groß. Wer wird uns angreifen? Wie viele? Mustafa Kerim? Die Schlangenkultisten? Dr Jack höchstpersönlich? Angeheuerte italienische Schlägerbanden? Schattenhunde? Und vor allem: Warum? Wir kommen einfach nicht voran. Jede Frage, die wir beantworten gibt uns nur noch mehr Rätsel auf. Ich bete, dass wir genug Zeit haben.



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