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 Ägypten, 24. August 1895, Abbygale & Reverend

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Pantaleon

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BeitragThema: Ägypten, 24. August 1895, Abbygale & Reverend    Di Okt 03, 2017 3:43 pm

Der Morgen nach dem Kampf begann still. Der Wind hatte sich fürs erste gelegt. Die Anspannung des letzten Abends hatte sich gelegt. Reverend Danforth lag auf seinem Feldbett. Seine verbrannte Kleidung war entfernt worden. Der Großteil seiner linken Körperhälfte war bedeckt von Tüchern und blutgetränkten Verbänden, sein Gesicht war kaum erkennbar hinter einer weißen Maske aus Mullbinden. Er war völlig regungslos bis auf das schwache, aber regelmäßige Heben und Senken seines Brustkorbs.

Abby saß steif in der Ecke des Zeltes. Die Nacht war keine gewesen die sie zu viel Schlaf eingeladen hatte.
Leise summte sie fröhliche lieder vor sich hin deren texte höchstens Lord Blackadder bekannt sein mochten. Es mochte das 4te oder 5te mal das gleiche sein. Fast wie die wiederholungen eines Gebets setzte sie doch nur wieder neu an um sich selbst damit zu beruhigen.

Die unförmige Gestalt des Reverends begann plötzlich, sich zu bewegen. Begleitet von einem schmerzerfüllten Stöhnen hob der Mann langsam den rechten, nicht in Verbände gehüllten, Arm und führte ihn zu seinem Gesicht.

Erschrocken brach die Melodie mitten drin ab. Eilig zog Abby sich auf ihre Beine. “Lieber nicht...” kommentierte sie zaghaft die Bewegung zu seiner Mumien hälfte. Nicht ganz mit ihrem gewöhnlich selbstsicheren schritt huschte sie zum Wasser und suchte den kleinen Schlauch. Bevor sie so ausgerüstet doch noch auf dem Klappstuhl neben Danforth platz nahm.

Sein Arm fiel kraftlos zurück auf das Bett. “Wasser,” flüsterte er heiser.

“Captan Finnigan hat gesagt sie sollten erst aus diesem Schlauch trinken…”erklärte sie als sie ihm diesen so vorsichtig wie möglich anreichte.
“.. Er hat sie auch soweit am leben gehalten.. wenn ich ihn rufen soll-”

Danforths rissige Lippen griffen nach dem Mundstück des Schlauches so gut es ging. Dünne Rinnsale liefen links und rechts vorbei und tränkten seine Verbände. Trinken ging langsam und beschwerlich, aber nach einer gefühlten Ewigkeit ließ er seinen Kopf zurück auf sein Kissen fallen. Dann erst schaffte er es, die Augen zu öffnen. Er brauchte einen Moment, bis er klar sehen konnte.
“Abbygale… geht es Ihnen gut?”

Der ängstlich besorgte Blick hielt stocken inne bevor sie mit unterdrücktem ärger sagte: ”Die Tatsache dass ich ihnen diesmal wortwörtlich das Wasser reichen muss war kein hinweis?! Ich bin ohne einen einzigen kratzer und wagen Sie es nicht daraus zufriedenheit zu ziehen! Nahkampf mit einem Drachen! “ Fluchte Abby vor sich hin.

Der Reverend öffnete den Mund um etwas zu sagen doch er wurde von einem rauen Hustenanfall unterbrochen. Schmerzerfüllt krümmte er sich und kniff die Augen zusammen. Ein Ächzen presste sich zwischen seinen zusammengebissenen Zähnen hindurch.
“Was-” er keuchte. “Was ist passiert?”

“Es haben alle überlebt.” Versuchte Abby in grundlegende zu beruhigen. “Auch wenn dies mahl es einiges knapper war wenn man sich die Anzahl der Wunden ansieht. Wir Sind der Karte gefolgt, und haben im Sand der Wüste einen Drachen gefunden .. jedenfalls sah es aus wie ein Drache und konnte Feuer spucken. fauchte Abby fast schon. “Die Bestie ist besiegt. Unser Wolf Gottes hatte wohl eine alte Wunde gefunden…. oh .. äh ….” Abby stockte in der Zusammenfassung.

“Mhmm…” Danforth nickte soweit seine Position es zuließ und sein Körper entspannte sich merklich. “Ich erinnere mich...” Unter den Verbänden waren seine Gesichtszüge schwer auszumachen. Seine Augenbrauen zogen sich zusammen und seine Mundwinkel zuckten. “Feuer…”

“jaaah -” zögerte Abbygale nicht sicher ob er noch etwas sagen wollte.

Er hob seine rechte Hand und tastete vorsichtig die Binden auf seinem Gesicht ab. Er zuckte bei der Berührung zusammen. Dann versuchte er, seinen Kopf weit genug vor zu neigen um einen Blick auf seinen Körper zu bekommen. Nach vergeblicher Mühe gab er es kurz darauf auf.
“Wie schlimm ist es?”

Abbys Gesicht gefror. Man konnte sehen wie sie die Lippen bewegte ohne das sie was sagte. Nach einigen sekunden des stummen stotterns ” Also… “ Man konnte sehen wie Abby sichtlich die Tränen versuchte nieder zu kämpfen um mit einem etwas gezwungen lächeln zu sagen ”Sie haben eine direkte Feuersbrunst überlebt … hat höchstens die Hälfte ihres Körpers erwischt...”

“Alles noch dran?” Er bewegte probehalber den linken Arm, wackelte mit den Fingern. Viel Bewegung war allerdings nicht möglich. Er stöhnte auf, als sein verbranntes Fleisch gegen die Verbände rieb

.”Ja! “ rief Abby panisch aus als sie sah dass er sich so sehr bewegen wollte um es zu überprüfen. Als würde es ihr wirklich abhalten griff sie nach seiner gesunden Hand um auch die am Bett zu halten.

Danforth leistete keinen Widerstand. “Mhm. Alles noch dran,” presste er zwischen den Zähnen hervor. Es dauerte eine Weile bis sein Atem sich wieder beruhigt hatte. Dann sagte er schließlich:
“Es tut mir Leid.”

Zärtlich tätschelte sie den einen unverletzten Arm. ”Nachahmer” schimpfte sie leise.

Seine Mundwinkel zuckten. Näher kam er gerade nicht an ein Lächeln. “Ich werd’s nicht wiederholen.”

In einem anflug grausamer albernheit führt Abby an den Arm geschmiegt vort: “Also halten sie das nicht doch für eine übersteigerte lehr maßnahme um mich davon abzuhalten zu weit vorpreschen im kampf? Ich meine ja nur. Hätte das nicht ne normale Standpauke oder trainingseinheit ersetzen können?” kicherte sie nun während ihr letztlich doch Tränen über die Wangen liefen.

Die Antwort des Reverends war ein lang gezogenes, grummeliges Knurren. Nach einer Pause fügte er mürrisch hinzu: “Ich hoffe das war es wert.”

Abby grummelte nur zur Antwort unverständlich. was ein vages gefühl von entrüstung transportierte.
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