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 Ägypten, 13. August 1895, Abbygale & Reverend

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Pantaleon

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BeitragThema: Ägypten, 13. August 1895, Abbygale & Reverend   Di Okt 03, 2017 12:52 pm


Die Lehmhütten der Siedlung schützten zwar gegen den scharfen Wind, doch vor der brütenden Hitze gab es kein Entkommen. Sie hatten sich in dem großen Wohnhaus eingerichtet. Arthur war draußen und durchforstete die Hütten. Mosley hatte seine menschliche Gestalt wieder angenommen und wagte die ersten vorsichtigen Schritte. Jane wich kaum vom Bett ihres Ehemanns und war vor Erschöpfung an seiner Seite eingeschlafen. Abbygale lag noch immer noch regungslos auf ihrem Feldbett. Reverend Danforth schritt zwischen den Verwundeten hin und her, prüfte Verbände, verteilte Wasser und mahnte zu Bettruhe. Ab und zu zuckte er selbst zusammen und tastete nach seinen eigenen Wunden. Die meiste Zeit in der er nicht arbeitete saß er jedoch an Abbygales Bett und wartete auf eine Regung.

Dies Regung auf die Gehoff wurde kahm.

Ohne Vorwarnung Riss Abbys zerstörter Körper nach vorne. Weit mehr als das ruhlose erwachen aus einem Alptraum. Bevor viel Zeit blieb zu reagieren blieb zog sie sich bis auf ein Knie . Bis ihre Wunden wohl doch noch noch ihren Verstand erreichten und sie sogleich wieder zusammen sacken liessen.
Mit panischen Ausdruck und hektischen Atem schaute sie hinter sich.

Danforth schreckte hoch. Er hatte es sich auf einem der einfachen Holzstühle neben Abbygales Bett bequem gemacht und zwischen den Strapazen des Tages in einen Halbschlaf gefallen. Reflexartig griff er nach Abbygales Schulter um sie zu bremsen und zu stützen.
“Ganz ruhig! Ganz ruhig.” sagte er erst hektisch, beim zweiten Mal deutlich ruhiger. “Sie haben viel durchgemacht.” Er musterte sie besorgt. “Wie fühlen Sie sich?”

Abbygales rechte griff nach dem Reverend halt suchend. Es dauerte einige Sekunden bis der Schatten des Schreckens aus ihren Augen wich.
fast mit Gewalt zwang sie sich langsamer zu atmen wie sie sich ihrer Umgebung und dem Reverend langsam gewahr wurde. Offenbar war das unterdrücken des zu schnellen Atems auch zu hektisch für sie. Anstelle einer Antwort fing sie zu husten und würgen an.
Erst Als Magensäure und Blut sich auf die Decke ergossen hatte kam sie doch noch zur ruhe.
Langsam nickte sie Danforth zu.

Eilig warf der Reverend ein Handtuch über ihre Decke und wischte das Gröbste weg. “”Alles ist gut, Sie sind in Sicherheit,” redete er besänftigend auf sie ein. Er griff nach ihrem Arm und ließ sie nicht los bis sie sich wieder gefangen hatte.

Wie auf der Hut aber nicht mehr panisch schaute Abby noch einmal hinter sich. Erst jetzt ließ sie Reverend Danforth sachte loss fasst könnte man meinen sie würde ihn sogar ein wenig von der kopfseite des Bettes wegschieben.




Mit einer Hand griff der Reverend nach Abbygales Kissen und schob es hinter sie, damit sie besser sitzen konnte. Erst als sie sich angelehnt hatte, ließ er sie endgültig los.
Er blickte sie sorgenvoll an. “Sie sind dem Tod sehr nahe gekommen. Näher als so manch anderer. Doch jetzt sind Sie in Sicherheit. Ruhen Sie sich aus.” Seine Züge wurden weicher.
“War keine absicht...” keuchte Abby fast genuschelt als sie sich etwas in die Kissen sinken lassen hatte.

“Das war kein Vorwurf.” er legte ihr sachte eine Hand auf die Schulter. “Ich möchte nur nicht, dass Sie sich überanstrengen.”
Er griff nach einer Kanne und füllte etwas Wasser in einen Tonbecher. “Hier, trinken Sie etwas.” Er reichte ihr den Becher und behielt seine Hand in der Nähe, für den Fall, dass ihre geschwächten Finger den Halt verloren. “Vorsicht, langsam.”

Wie er es hatte kommen sehen war der kleine Tonkrug für Abby eine Herausforderung die sie im ersten Moment unterschätzte. Gerade so gelang es ihr ihn nicht fallen zu lassen stattdessen sank ihre Hand zitternd mit dem Krug zusammen auf ihren Schoss nieder.
Ein frustriertes Seufzen vergrub ihr Gesicht in der noch freien rechten Hand.

Danforth nahm den Becher und führte ihn an Abbygales Lippen während er ihren Kopf hielt. Langsam, damit sie sich nicht verschluckte, ließ er sie trinken.

Umso vorsichtiger nahm Abby so kleine Schlucke wie nur möglich.
“Danke Reverend…” sagte sie leise aber klar. Vorsichtig ließ sie den tonkrug in seinen Händen alleine. Um die Zweite Hand auch vors Gesicht zu ziehen.
“... Ich hätte schneller zaubern müssen ….”

“Nein, nein. Sie haben nichts falsch gemacht,” brach er schnell ihre Worte ab und stellte den Becher bei Seite. “Ich habe nicht mitgedacht. Ich hätte Sie schützen können. Ich hätte-” er brach ab und schaute zur Seite. Seine Kiefermuskeln traten sichtbar unter der Haut hervor während er nach Worten rang. Er blickte sie an. ”Es war meine Schuld.”

“Nein nein nein.. Ich hätte die Flucht sicher können.. ich hätte uns sichern müssen. Das die kugeln und nicht mehr erwischen-” Panisch riss sie sich doch noch die Hände vom Gesicht Mit einem rechtischen Blick nach rechts auf Moseley. Noch bevor sie jeden im Raum registrieren konnte. “Haben alle überlebt ?!” Einiges Lauter als man ihren geschwächten Zustand so ganz zutrauen wollte.
Der zweite Blick auf den fremden Mann und Jane die Daneben halb schlafend weiter wachte beruhigte sie merklich, aber nicht gänzlich. Und so riss ihr Kopf wieder zu Danfoth flehentlich blickend.

Als er merkte wie Abbygale wieder panisch wurde, nahm er sie in den Arm und wiegte sie leicht hin und her. “Es ist alles gut. Allen geht es gut. Wir haben Captain Finnigan retten können und er befindet sich auch auf dem Weg der Besserung.” Er machte eine kurze Pause und ließ seine ruhige Stimme auf die verletzte junge Frau wirken. “Machen Sie sich keine Sorgen.”
Als sie sich wieder gefasst hatte legte er ihr seine Hände auf die Schultern und sah sie ermutigend an. “Sie haben alles getan was Sie konnten. Sie haben mein Leben gerettet und Mrs Finnigan genug Zeit erkauft. Ohne Sie wären wir wahrscheinlich alle in dieser Hütte gefallen.”

Nur sehr langsam löste sie sich wieder von Hiram Danforth. Mit dem Ärmel streifte sie sich über die Augen. “Wie geht es Moesley und Captain Finnigan?”

Danforth blickte hinüber zu den anderen, während eine Hand auf Abbygales Schulter verweilte. Mosley hat einige Kugeln abbekommen, aber ich konnte alle entfernen und es wurden auch keine wichtigen Organe verletzt. Der Wolf ist zäh und hat es gut weggesteckt. Ich bin mir sicher in ein paar Tagen wird er wieder kerngesund herumspringen.
Captain Finnigan-” er deutete zu dem fremden Mann neben Jane, “Sah recht mitgenommen aus als wir ihn gefunden haben, aber es waren nur oberflächliche Kratzer. Er ist zwar entkräftet aber mit dieser guten Pflege wird er auch bald auf den Beinen sein.”
Der Reverend machte eine Pause und seufzte. “Um die anderen bin ich nicht sehr besorgt. Ich weiß, dass sie es überstehen werden... “ Besorgnis verdunkelte seine Miene. “Sie allerdings waren dem Tod schon einmal so Nahe.”

“Es tut mir leid ich werde das nächste mahl aufpassen das ich weit genug wegkomme. Meine Angriffe sind nicht durch die Distanz limitiert. Dann müssen Sie sich weniger um mich sorgen…” Verschämt schniefte sie leicht und zwang sich merklich nicht wider sich zu verstecken.
Mit großen augen sah sie den Reverend an. “Ich werde mein mein bestes geben dass das nicht mehr vorkommt…
Sie stockte kurz
“Aber passen auch sie Auf sich auf. Ich Weiss Sie überleben weitaus mehr als ich…ich wüsste nicht”
Der Satz wurde mit jedem wort etwas mehr genuschelt, leiser und versank letztlich irgendwie in ihrer Decke.

“Nein, nein, so war das nicht gemeint.” Er hob beschwichtigend eine Hand. Er öffnete den Mund aber überlegte einen Augenblick bevor er das Wort ergriff. “Ich möchte Sie nicht davon abhalten, das zu tun, was Sie für richtig halten. Sie sind Ripper wie wir alle. Ich habe nur Sorge, dass Ihr…” Er suchte nach dem passenden Wort, “Elan… beizeiten ihr Urteilsvermögen trübt.” Er blickte kurz weg um sich zu sammeln ehe er fortfuhr. “Ihre Fähigkeiten können einen Kampf entscheiden, aber in diesem zustand nützen Sie uns auch nichts. Und…,” er fuhr sich mit der Hand fahrig übers Gesicht, “Ich weiß nicht, wie gut ich das durchstehen kann.”

Abbygale folgte den Worten aufmerksam und ein wenig furchtsam. Stumm nickte sie ernst. bevor sie Ihn mit einen Arm umarmte. Die Andere Hand fest am Bett um sich zu stützen.


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